Seendialog Wörthersee

Projektstart: 2025

Projektende: 2027

Auftraggeber:innen

    • Bundesministerium für Land- und Forstwirtschaft, Klima- und Umweltschutz, Regionen und Wasserwirtschaft (BMLUK)
    • Land Kärnten

Tätigkeiten von tatwort

    • Konzepterstellung
    • Kommunikation: Aufbau und Betreuung des Social Media Auftritts auf Instagram und Facebook (Planung, lfd. Betreuung, Community Building, inkl. Werbeschaltungen), Pressearbeit, Redaktion Projektwebsite
    • Sondierungsgespräche mit wichtigen Stakeholdern
    • Workshops mit Stakeholdern und Betroffenen vor Ort
    • Konzeption, Vorbereitung, Durchführung und Ergebnisauswertung einer Online-Befragung (inkl. Kommunikation und Bewerbung)
    • Konsolidierung der Ergebnisse aus dem Prozess, Unterstützung im Definitionsprozess der Maßnahmen (inkl. Ergebnispräsentation, begleitende Medienarbeit, Moderation der Ergebnisse und Diskussion)
    • Fortlaufende Information
    • Projektmanagement

Mit dem „Seendialog Wörthersee“ sollen ökologische Überlegungen und Nutzungsinteressen rund um den Wörthersee auf einen Nenner gebracht werden, um daraus nachhaltige und tragfähige Maßnahmenkonzepte zu entwickeln mit dem Ziel, den seenökologischen Zustand zu verbessern. Dies geschieht im Rahmen eines breit angelegten Beteiligungsprozesses. Alle Interessensgruppen rund um den Wörthersee haben die Möglichkeit, sich in die Gestaltung neuer Lösungen einzubringen.

Dem Wörthersee kommt eine große Bedeutung als Tourismusstandort und Naherholungsgebiet zu. Gleichzeitig ist er auch wichtiger Lebensraum für Flora und Fauna. Bei der Bewertung der Gewässer nach dem ökologischen Zustand im Jahr 2021 stellte sich der ökologische Gesamtzustand des Sees als mäßig dar. Es besteht daher nach der Wasserrahmenrichtlinie die gesetzliche Verpflichtung, einen guten ökologischen Zustand wiederherzustellen. Die Abteilung 12 (Wasserwirtschaft) des Landes Kärnten erstellte daraufhin ein umfangreiches Schutz- und Nutzungskonzept für den Wörthersee, das jedoch bei bestimmten Themen auf heftigen Widerstand einiger Stakeholder traf, sodass man mit den vorgeschlagenen Maßnahmen bislang noch nicht in die Umsetzung kam. Die sehr unterschiedlich ausgeprägten Bedürfnisse und Perspektiven verschiedener Interessensgruppen und Betroffenen und die draus entstehenden Nutzungskonflikte stehen einem Vorankommen in der Angelegenheit aktuell im Weg.

Ein Seendialog dient als Instrument, alle Stakeholder und Interessensgruppen in einem breit angelegten Beteiligungsprozess in die nachhaltige Neugestaltung der Nutzung des Wörthersees einzubeziehen. Ziele sind einerseits die Erhebung der Bedürfnisse und Sichtweisen aller betroffenen Gruppen sowie die Schaffung eines allgemeinen Problembewusstseins und andererseits, als Folge davon, die Steigerung der Akzeptanz für die Maßnahmen zur Verbesserung des ökologischen Zustands des Wörthersees.

In der Vergangenheit konnten bereits mehrere Flussdialoge, etwa an der Salzach, Raab und Krems, mit hoher Beteiligung und nachhaltiger Wirkung durchgeführt werden. Dieses bereits erprobte Instrument bildet die Basis für das Projekt. Das Konzept der Flussdialoge, das für den Einsatz rund um Fließgewässer erstellt wurde, wird jedoch für die in vielerlei Hinsicht anderen Rahmenbedingungen, die an einem See herrschen, adaptiert und weiterentwickelt.

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